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Fenster putzen – so geht’s am besten

Fenster putzen zählt höchstwahrscheinlich zu den undankbarsten und unbeliebtesten Hausarbeiten, doch trotz allem müssen sowohl die Fensterscheiben als auch die Fensterrahmen und Fensterbretter in ziemlich regelmäßigen Abständen immer wieder gesäubert werden. Doch so manche Neulinge merken bei ihren ersten Versuchen ganz schnell, dass streifenfrei Fenster putzen gar nicht so einfach ist. Setzen sie sich dann mit der Problematik auseinander, tauchen meist verschiedene Fragen zum Thema Fenster putzen auf. So wie beispielsweise: Wann ist der beste Zeitpunkt zum Fenster putzen? Wie putze ich Fenster richtig? Wie oft Fenster putzen? Welche Putz-Utensilien sind erforderlich bzw. am besten geeignet? Was beachten beim Fenster putzen?

Hier ein paar Tipps und Tricks, sowie einfache Hilfs- und Hausmittel, die Ihnen das Fenster putzen erleichtern und zu einem guten Putzergebnis führen.

Wie oft Fenster putzen im Jahr?

Fenster putzen

Wie oft Sie Ihre Fenster pro Jahr putzen sollten, kann man nicht genau sagen, denn das ist größtenteils vom jeweiligen Verschmutzungsgrad abhängig. Befinden sich die Fenster z. B. an einem Gebäude, direkt neben einer viel befahrenen Straße oder sind Fenster geradezu jeglicher Witterung ausgesetzt, müssen sie häufiger geputzt werden, als Fenster an einem Haus in einem ruhigen Wohngebiet oder unter einem Vordach. Im privaten Bereich ist es meistens ausreichend, wenn Sie die Fenster zwei bis drei mal pro Jahr putzen. Leben kleine Kinder im Haushalt und verschmieren evtl. das eine oder andere Fenster und die Balkon-, bzw. Terrassentür mit fettigen Fingern, sollten sie diese natürlich öfter reinigen. Am besten ist es, wenn Sie Fenster oder auch die Autoscheiben grundsätzlich bei geeignetem Wetter zwischen Frühling und Herbst putzen. Wenn nötig, können Sie Ihre Fenster natürlich auch im Winter putzen, allerdings ist dies wesentlich schwieriger und unangenehmer.

Passendes Wetter zum Fenster putzen aussuchen

  • Nicht jedes Wetter ist ideal zum Fensterputzen und es gibt bestimmte Gründe, warum man bei starker Sonne, bei Regen oder auch bei klirrender Kälte eher keine Fenster putzen soll.
  • Ob im Frühling, im Sommer, im Herbst oder auch im Winter, Fenster sollten grundsätzlich zu keiner Jahreszeit bei direkter Sonneneinstrahlung geputzt werden, denn bei kräftiger Sonne trocknet die Fensterscheibe zu schnell und es entstehen dadurch üble Putzstreifen.
  • Bei Regen macht Fenster putzen nicht viel Sinn!
  • Im Sommer sollte neben der Sonneneinstrahlung zusätzlich auf die Lufttemperatur geachtet werden, denn auch warme Luft führt zu schnellem Trocknen und es bilden sich ebenfalls hässliche Schlieren.
  • Im Winter bei Temperaturen unter Null besteht die Gefahr, dass beim Fensterputzen das Wasser umgehend an der Fensterscheibe oder auch am Fensterrahmen festfriert und somit der Dreck nicht entfernt werden kann. Daher ist es bei Minustemperaturen erforderlich, zusätzlich zum Reinigungsmittel etwas Spiritus ins Putzwasser zu geben.
  • Am besten geeignet zum Fenster putzen ist in jedem Fall trockenes bzw. leicht sonniges Wetter und eine angenehme Temperatur.

Fensterscheiben, Fensterrahmen, Fensterbretter säubern

Natürlich sollten Sie beim Fenster putzen nicht nur die Glasscheibe, sondern auch immer den Fensterrahmen und das Fensterbrett putzen. Dies gilt insbesondere für die Außenseite des Fensters. Wird nämlich nur das Glas auf Hochglanz gebracht und der äußere Rahmen nicht geputzt, läuft der Schmutz des Rahmens beim nächsten Regen über die Scheibe und verdreckt diese dann schnell wieder. Zudem sollten Sie beim Fenster putzen grundsätzlich immer von innen nach außen arbeiten!

Unterschiede beim Fenster außen und innen putzen

Im Gegensatz zu innen müssen Sie an Fenstern, welche sehr verstaubt sind, die Fensterscheiben, Fensterrahmen und Fensterbretter außen zuerst mit einem weichen Handfeger abkehren. Im Frühsommer ist dies besonders wichtig, um vorab den Blütenstaub an den Fenstern zu entfernen.

Anleitung zum „streifenfrei“ Fenster putzen

Befüllen Sie einen Eimer mit etwa 5 Liter lauwarmem Wasser. Als Reinigungsmittel können Sie einwenig Spülmittel oder Glasreiniger ins Putzwasser geben. Dann die Fensterscheiben, Fensterrahmen und Fensterbretter innen und außen mit dem Schwamm oder Putztuch gründlich reinigen. Danach Fensterrahmen und Fensterbrett mit dem Abzieher trocken ziehen oder mit einem geeigneten Tuch abtrocknen. Nun das verschmutzte Wasser wegleeren, den Schwamm gut mit frischem Wasser auswaschen und den Eimer mit sauberem Wasser ausschwenken.

Nun müssen Sie den Eimer erneut mit warmem Wasser füllen und ein paar Tropfen Spülmittel, sowie einen Spritzer Spiritus hinzufügen. Alternativ können sie auch etwas Glasreiniger, Zitronenessenz oder Essigessenz ins Putzwasser geben, dann mit dem Schwamm bzw. Putztuch die Fensterscheibe von oben nach unten gründlich reinigen.

Unmittelbar danach sollten Sie das überschüssige Wasser mit dem Abzieher Bahn für Bahn ohne Absetzen wahlweise waagrecht oder senkrecht abziehen. Kreuz und quer abziehen funktioniert nicht. Wird waagrecht abgezogen, müssen Sie am oberen Fensterrand beginnen. Egal ob Sie Ihre Fensterscheiben vertikal oder horizontal abziehen, die Gummilippe des Abziehers müssen Sie nach jedem Abziehvorgang mit einem Baumwolltuch abwischen, da sonst sichtbare Ränder zurück bleiben.

Zum Schluss ist es sinnvoll, wenn Sie mit dem Mikrofasertuch oder Fensterleder die Ecken und Ränder nachtrocknen. Sind trotz zügigem Abziehen doch Streifen oder Schlieren entstanden, lassen sich diese ebenfalls mit dem Mikrofasertuch bzw. Fensterleder wegpolieren. Bei diesem Putzvorgang sollten Sie immer zuerst eine und dann die andere Seite der Fensterscheibe bearbeiten.

Haben Sie alles richtig gemacht, müssten Ihre Fenster jetzt streifenfrei und glänzend sauber sein!

Fenster putzenWelches Equipment wird zum Fenster putzen benötigt?

• ein Handfeger mit weichen Borsten
• ein Eimer (5 ltr. ist ausreichend)
• Spülmittel (alternativ: Spiritus, Zitronen- oder Essigessenz, Glasreiniger)
• Putztuch oder Schwamm (keinen Topfschwamm, ist zu rau und verursacht Kratzer)
• Abzieher (gute Qualität)
• Baumwolltuch (z. B. altes Geschirrtuch)
• Fensterleder oder Mikrofasertuch

Bei kleineren Fenstern ist es auch durchaus möglich, dass Sie ohne Abzieher arbeiten. Die nassen Glasscheiben sollten Sie dann aber auf jeden Fall mit dem Schwamm oder Putztuch (gut auswringen) sorgfältig abwischen, bevor Sie die Scheiben nachpolieren.
Haben Sie eher größere Fenster oder müssen die Glasscheiben im Wintergarten putzen, ist ein qualitativ hochwertiger Abzieher zu empfehlen. Lassen es die Finanzen zu, ist für die Reinigung der Fenster im Wintergarten natürlich ein Dampfreiniger die ideale Lösung.

Hausmittel bzw. Hilfsmittel zum Fenster putzen

Bekannte Hausmittel zum Fenster streifenfrei putzen sind: Spülmittel, Essig bzw. Essigessenz, Zitrone bzw. Zitronenessenz, Spiritus, abgekühlter schwarzer Tee, Zeitungspapier oder auch eine ausgediente Nylonstrumpfhose.

  • Spülmittel ist dabei der Favorit, da es fettlösend, einfach in der Anwendung, effizient und günstig ist.
  • Essig- oder Zitronenessenz haben eine kalklösende Eigenschaft. Es entstehen kaum Streifen oder Schlieren am Fenster.
  • Die Gerbstoffe aus dem Schwarzen Tee lösen Nikotin und Fett. Zusammen mit etwas Zitronensaft (oder Zitronenessenz), der gegen Kalk wirkt, ergibt dies eine ideale Mischung für streifenfreie, glänzende Fenster. Dabei eine Tasse Schwarztee aus 2 Beuteln anbrühen, etwa 10 Minuten ziehen und dann abkühlen lassen. Den abgekühlten schwarzen Tee dann zusammen mit dem Zitronensaft einer halben Zitrone in etwa 5 Liter lauwarmes Wasser geben, die Fenster damit reinigen und danach mit einem geeigneten trockenen Tuch nachpolieren.
  • Spiritus hat einen hohen Alkoholgehalt und eine hohe Reinigungsleistung. Er trägt zu einer schnelleren Verdunstung des Wassers bei, wodurch Kalkablagerungen verhindert werden können. Die Fenster lassen sich streifenfrei und ohne Schlieren putzen. Außerdem hinterlässt der Alkohol einen dünnen Film, welcher ein Beschlagen oder Vereisen der Fenster verhindert. Nachteilig beim Fenster putzen mit Spiritus ist: Er riecht stark, weiche Materialien wie Gummidichtungen können beschädigt werden und er kann die Haut angreifen.
  • Alte Zeitungen gelten zwar als Hausmittel bzw. Hilfsmittel zum Fenster polieren und wurden früher auch oft dazu verwendet, dennoch ist dies nicht zu empfehlen. Da die Druckerschwärze von der Feuchtigkeit aufweicht, bleibt sie besonders gerne an den Fensterrahmen haften, was zu dunklen Rändern führen kann, welche kaum mehr wegzukriegen sind. Besser ist es sicherlich, die Fenster mit einem Mikrofasertuch, Fensterleder oder auch Nylonstrümpfen zu polieren. Nylon fusselt und schmiert nicht, dadurch werden Glasscheiben damit blitzblank sauber.
  • Fenster putzen mit Dampf
  • Wer sich die mühevolle Arbeit ersparen und sich das Fenster putzen erleichtern will, hat die Möglichkeit, sich einen Dampfreiniger anzuschaffen und die Fenster mit Dampf zu reinigen. Wie das Fenster putzen mit Dampf funktioniert, sollten Sie sich am besten beim Kauf eines Dampfreinigers von einem Fachmann erklären lassen.

Fenster putzen nach dem Mondkalender

Viele Menschen richten sich bei bestimmten Arbeiten nach dem Zyklus des Mondes – also dem Mondkalender – und sie schwören darauf. Demnach soll es sinnvoll sein, die Fenster bei abnehmendem Mond zu putzen. Die Fenster sollen sich in dieser Mondphase besser reinigen lassen und streifenfrei sauber werden. Außerdem würde das Wasser leichter abperlen und somit die Fenster länger schön bleiben. Vielleicht wäre es ja mal einen Versuch wert!

Welches die beste Methode zum Fenster putzen ist, lässt sich schlecht sagen, das muss jeder für sich alleine heraus finden.

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