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Silberfische bekämpfen - so geht's am besten

Silberfische bekämpfen – so geht’s am besten

Silberfische, deren korrekter Name eigentlich Silberfischchen ist, sind kleine, flinke, silbrig-grau schimmernde, flügellose Insekten, die sich blitzschnell fortbewegen. Sie sind lichtscheu, nachtaktiv und fühlen sich in einer feucht-warmen Umgebung am wohlsten. Außerdem benötigen Silberfische warme Temperaturen, um zu überleben und sich fortzupflanzen. Daher siedeln sich Silberfischchen bevorzugt im Bad, in der Küche, im Keller, in der Waschküche, aber auch gerne im Schlafzimmer an.

Zu sehen sind Silberfischchen meist nur nachts, wenn sie aus Ihrem Versteck wie z. B. dunklen Ritzen und Fugen, Sockelleisten oder losen Tapeten heraus kommen und bei ihrem Nachtspaziergang auf Nahrungssuche von Ihnen überrascht werden. Beispielsweise, wenn Sie nachts die Küche oder das Badezimmer betreten und unverhofft das Licht einschalten. Die kleinen unerwünschten Silberfischchen sind zwar harmlos, aus hygienischer Sicht ungefährlich und können auch keine Krankheiten übertragen. Dennoch möchte niemand Silberfischchen in der Wohnung haben und daher die Silberfische bekämpfen.

Woher kommen Silberfische?

Silberfische bekämpfen - so geht's am bestenDa Silberfischchen ein feucht-warmes Klima mögen, leben sie überwiegend in Rohr- und Wasserleitungen. Doch sobald sie eine Möglichkeit finden, sich in feuchtwarme Räume zu verschanzen, in denen sie sich tagsüber in dunklen Ecken und Spalten verstecken können und nachts ausreichend Nahrung finden, kommen sie aus den Leitungen oder auch einem undichten Mauerwerk heraus gekrochen. Besonders starker Befall von Silberfischchen kann daher auf zu hohe Luftfeuchtigkeit in einem Raum zurückzuführen sein (z. B. durch eine poröse, defekte Dichtung, ein kaputtes Wasserrohr oder zu wenig Lüften). Des Weiteren kann ein vermehrtes Auftreten von Silberfischen auf einen erhöhten Schimmelbefall hinweisen. Mit mangelnder Hygiene haben Silberfischchen meist nichts zu tun. Sie sollten also nicht nur die Silberfische bekämpfen, sondern auch die Ursache des Problems erforschen und beseitigen. Haben sich nur zwei oder drei Silberfischchen verirrt, besteht kein Grund zur Sorge. Diese müssen Sie auch nicht bekämpfen.

Wovon ernähren sich Silberfische?

In Bezug auf die Ernährung sind Silberfischchen nicht besonders wählerisch. Bevorzugt verspeisen die flugunfähigen Insekten zwar Stärke- und Zuckerhaltiges, was beispielsweise in der Küche in Form von Haferflocken, Grieß, Mehl und Gebäck zu finden ist. Doch geben sich Silberfische auch mit Bucheinbänden, Fotos, Tapeten, Kleister und Kleber, Gips, Hausstaubmilben, Haaren, Hautschuppen, verschiedenen Stoffen oder Leder zufrieden. Eine Spezialität sind Schimmelpilze für Silberfischchen.
Ist nichts Fressbares vorhanden, können Silberfische durchaus längere Hungerphasen von bis zu 300 Tagen überstehen, ohne einen Schaden davon zu tragen.

Die einzigen zwei Feinde, von denen Silberfische gefressen werden, sind Spinnen und Ohrwürmer.

Was tun gegen Silberfische in der Wohnung?

Wer Silberfische bekämpfen muss, kann dazu verschiedene Methoden, wirksame Hausmittel oder spezielle Mittel gegen Silberfische anwenden. Welches die beste Maßnahme zur Bekämpfung von Silberfischchen ist, hängt meist davon ab, wie stark der Silberfischbefall ist und wo sich die Silberfischchen überall aufhalten.

  • Da Silberfischchen gerne Süßes und auch stärkehaltige Stoffe zu sich nehmen, können Sie beispielsweise eine alte Zeitung (alternativ Packpapier, Pappkarton) dünn mit flüssigem Honig, Kleister oder Kleber bestreichen, diese abends in dem entsprechenden Raum als Köder auslegen und am nächsten Morgen das Zeitungspapier samt den festgeklebten Silberfischchen in der Mülltonne entsorgen.
  • Den gleichen Effekt können Sie erzielen, indem Sie einen Klebestreifen mit Zucker bestreuen und dies als Lockmittel für die Silberfische auf den Boden legen.
  • Ferner können Sie Backpulver mit Zucker vermischen und als Köder für Silberfische auslegen. Fressen Silberfischchen das Backpulver-Zucker-Gemisch, bläht sich das Treibmittel in ihrem kleinen Magen auf und führt kurzerhand zum Tode.
  • Ebenfalls ist Gips auf einem Tuch gut geeignet, um Silberfische anzuloggen und los zu werden.
  • Und auch eine Kartoffel hilft gegen Silberfische. Legen Sie eine aufgeschnittene Kartoffel in eine geöffnete Plastiktüte und platzieren Sie diese vor dem Schlafengehen auf dem Boden in dem von den Silberfischchen befallenen Raum. Machen sich die hungrigen Silberfische nachts über die Kartoffel her und fressen sich satt, verkriechen sie sich anschließend bestenfalls gleich in der Tüte. Am nächsten Morgen sollten Sie die Tüte rasch gut verschließen und danach mitsamt den Silberfischchen und den Kartoffelstücken nach draußen bringen. Nun können Sie die Silberfische entweder wieder aussetzen oder mitsamt der Tüte und Kartoffel in der Mülltonne entsorgen.
  • Auf diese Weise können Sie natürlich auch andere Hausmittel gegen Silberfische einsetzen!
  • Allerdings sollten Sie diese Maßnahmen mit den Hausmitteln mehrmals hintereinander wiederholen und gleichzeitig die Ursache des Silberfischchenbefalls beseitigen.
  • Zudem sollten Sie ausgiebig und regelmäßig richtig Lüften, damit die Luftfeuchtigkeit in den Räumen nicht mehr so hoch ist und somit auch kein Nährboden mehr für Silberfische vorhanden ist.

Bringen die Hausmittel nicht den gewünschten Erfolg, können Sie auch zu biologischen oder chemischen Mitteln wie z. B. einem Silberfischchenköder, einer Silberfischfalle oder einem Ungeziefer-Spray greifen, um die lästigen Silberfische zu bekämpfen.

Nimmt das Silberfischchen Aufkommen überhand und wird zur Plage, ist es sicherlich am besten, wenn Sie zur Bekämpfung der Silberfische einen Kammerjäger beauftragen!

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